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Rückblick: Lyriktreffen 2024

Eine Audiokomposition von Studierenden zur Reflexion über Lyrik & Sprachklang


Im Rahmen eines Seminars an der Universität Münster, initiiert von Prof. Dr. Britta Herrmann und begleitend zum Lyriktreffen 2024, setzten sich Studierende der Kulturpoetik mit den Themen Poesie, Alltag und Klang auseinander.

Teil des Seminars waren Gespräche mit den internationalen Autor*innen, die am Lyrikfestival teilgenommen haben. Die hieraus entstandenen Interviewaufnahmen dienten den Studierenden Anselm Amanda Herbster, Florian Kraß und Julia Rosin als Ausgangsmaterial, um sich auch über den Rahmen des Seminars hinaus weiter mit Klang und Klangkomposition zu beschäftigen. Im Mittelpunkt stand dabei ein experimenteller Zugang zu den lyrischen Stimmen, beziehungsweise das Komponieren und Arrangieren von Klangmaterial. 

Die Studierenden haben das Audiomaterial rezipiert und dabei verschiedene Gemeinsamkeiten innerhalb der Aussagen der Autor*innen herausgearbeitet. Diese Vorarbeit lieferte die Grundlage, um die Aussagen nach inhaltlichen und akustisch-ästhetischen Qualitäten neu anzuordnen. Dadurch wurden sie zugleich auf die Wirkkraft des Materials selbst aufmerksam. So entstand die Idee der vorliegenden Komposition, die sich dem Zusammenwirken von Sprache, Klang, Dichtung und Übersetzung widmet und dabei durch die Beteiligung verschiedener O-Tonaufnahmen mit je eigener Klangspezifik im Ansatz selbst Gegenstand dessen werden kann, worüber sie inhaltlich referiert. 

Über die einzelnen Abschnitte lässt sich eine alternative Hörreihenfolge wählen, sodass sich die Eindrücke neu zusammensetzen und anders gestalten lassen. 

Abschnitt 1: Dichtung
Abschnitt 2: Übersetzung
Abschnitt 3: Sprachklang

Wir danken
Mila Haugova
Lubi Barre
Chrystyna Nazarkewytisch
Dincer Gücyter
Alida Bremer
Marko Pogacar
Lütfiye Güzel

dafür, dass wir sie im Rahmen des Seminars interviewen durften und außerdem die Möglichkeit bekommen haben, mit den Tonaufnahmen weiterzuarbeiten.

Diesen Beitrag teilen wir anlässlich des Lyriktreffen Münster 2026, das vom 3.-5. Juli erneut stattfindet. Weitere Informationen hier. 

everyday sounds – So klingt Münster

Wie klingt Münster? Im Rahmen des Seminars „Poesie und Alltag“ konnten Studierende dieser Frage in Zusammenarbeit mit der Klang- und Medienkünstlerin Anja Kreysing nachgehen. Die Ergebnisse wurden in der partizipativen Klanginstallation „everyday sounds“ im Haus der Niederlande im Krameramtshaus vom 19. April bis 12. Mai präsentiert. Die einzelnen Soundscapekompositionen der Klanginstallation können Sie sich unten anhören.

„Närrin auf schwarzem Grund“. Kerstin Hensel spricht über Literatur.

Flyer zur Poetikdozentur

Kerstin Hensel © Susanne Schleyer

Im Rahmen der 4. Poetikdozentur, die vom Germanistischen Institut der WWU in Zusammenarbeit mit der Studiobühne verliehen wird, hat Kerstin Hensel im Wintersemester 2021/22 in drei Poetikvorlesungen Einblicke in ihr Schreiben und Verständnis von Literatur gegeben. Ausführliche Pressetexte zu dieser 4. Poetikdozentur finden sie auf der Seite des Germanistischen Instituts und des Fachbereichs 09 der WWU.

Die in Berlin lebende Autorin und Lyrikerin studierte am Literaturinstitut Johannes R. Becher Leipzig und arbeitete danach im Theater. Seit 2001 ist sie Professorin für Deutsche Verssprache an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.

In der ersten Vorlesung „Närrin auf schwarzem Grund“ legt sie den Fokus auf das Verhältnis von Tragischem und Schrecklichem in Gestalt des Komischen. Aber, wie Hensel betont, so absurd die literarischen Schilderungen auch sein mögen, an die Wirklichkeit kommen sie nicht heran. Die Vorlesung kann nun in der Reihe „Hörsaal“ des Deutschlandfunk Nova nachgehört werden.

Kerstin Hensel ist zudem ein weiteres Mal im Rahmen der Poetikdozentur zu erleben: Am 13.06.2022 findet der coronabedingt verschobene Künstlerabend statt. Weitere Informationen dazu hier.